Nilkheimer Park
täglich, 10:00–18:00 h
Der Nilkheimer Park erstreckt sich malerisch zwischen dem Main und dem Park Schönbusch. Ursprünglich als Obsthain mit Wirtschaftsgebäuden angelegt, ließ der Mainzer Kurfürst Friedrich Karl Joseph von Erthal die Anlage im klassizistischen Stil zu einem landwirtschaftlichen Mustergut ausbauen. Später prägte der wohlhabende Kaufmann Carl Constantin von Mergenbaum das herrschaftliche Leben auf dem Gut; sogar König Ludwig I. von Bayern zählte zu seinen Gästen. Eigens für den König, der die Anreise per Schiff bevorzugte, führte einst eine Freitreppe vom zentralen Spiegelsaal direkt hinunter zum Mainufer.
Heute lädt der Landschaftspark mit historischen Monumenten wie dem Monopteros, einer Hermesstatue und einer Sphinx aus Muschelkalk zum Verweilen ein. Ein besonderes Zeugnis der Geschichte sind die Ruinen des Kastellbads aus Stockstadt sowie die steinernen Löwen des ehemaligen Siegfried-Denkmals. Während der Nilkheimer Hof heute das städtische Gartenamt beherbergt, dient der Spiegelsaal in den Sommermonaten als romantische Kulisse für standesamtliche Trauungen.