Aktuelles
An dieser Stelle berichten wir über Neuigkeiten der kirm, informieren wir über Neueröffnungen im Rhein-Main Gebiet, teilen Beiträge über kulturpolitische Themen und vieles mehr im Blog-Format. Es lohnt sich hin und wieder vorbeizuschauen!
Nachruf Herbert Beck (1941-2026) Gründungsvorsitzender der Kulturinitiative RheinMain
Januar 2026
Herbert Beck war ein exzellenter Kunsthistoriker und Archäologe, der zugleich Verständnis hatte für die Bedingungen und Notwendigkeiten kulturpolitischen Handelns.
Als die Ministerkonferenz für Raumordnung 1995 die Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main definierte, gehörte der damalige Direktor des Städelmuseums und des Liebieghauses zu den weitsichtigen Persönlichkeiten, die wussten, dass die damit verbundene wirtschaftspolitische Neuordnung auch kulturpolitische Auswirkungen haben würde.
Gemeinsam mit Gleichgesinnten gründete er im Jahre 1998 die Kulturinitiative RheinMain (KIRM), die als zivilgesellschaftlicher Zusammenschluss von Kulturinstitutionen aus Hessen, Rheinland-Pfalz und Bayern eine wirksame Lobby für die Kunst und Kultur in der künftigen Metropolregion bilden sollte. Als Gründungsvorsitzender der KIRM prägte Herbert Beck deren Entwicklung und Konzept bis zum Jahre 2004. Unermüdlich in den Städten und Landkreisen der Metropolregion unterwegs, gelang es ihm, auf kommunaler und Kreisebene freiwillige kulturelle Zusammenschlüsse zu initiieren.
2005 wurde die KulturRegion Frankfurt RheinMain gegründet, in der sich 50 Landkreise, Städte, Gemeinden mit dem Regionalverband zu einer gemeinnützigen Gesellschaft zusammengeschlossen haben. Die Kulturregion koordiniert u. a. die beiden Projekte „Route für Industriekultur“ und „GartenRheinMain“.
2008 wurde Herbert Beck Gründungsgeschäftsführer des Kulturfonds Frankfurt RheinMain. Zu dessen ersten programmatischen Initiativen gehörte auf seine Anregung hin das Verbundprojekt „Phänomen Expressionismus“. Insgesamt zwanzig Projektpartner aus den Bereichen der Bildenden Kunst, der Musik, des Films, des Theaters, der Literatur und der Architektur – darunter viele Mitglieder der KIRM – haben im Rahmen dieses Projekts zwischen 2009 und 2012 dazu beigetragen, die Verbindung der Rhein-Main-Region zur Stilepoche des Expressionismus zu würdigen. Herbert Beck wusste: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.
Die Kulturinitiative RheinMain e.V. dankt ihrem Gründungsvorstand Herbert Beck für sein ebenso passioniertes wie weitsichtiges Engagement für die kulturelle Entwicklung der Rhein-Main-Region. Er hat wesentlich dazu beigetragen, diese Entwicklung für viele Menschen aus allen Teilen der Bevölkerung nahbar zu machen
Neue Studie: Der ökonomische Fußabdruck von Museen. Das sichtbare Kapital. Studie zu den ökonomischen Wirkungen der Museumslandschaft in Deutschland
Juni 2025
Eine neue Studie untersucht systematisch den ökonomischen Fußabdruck der Museen in Deutschland. Die Debatte über die gesellschaftliche Relevanz von Museen erfordert eine umfassende Betrachtung, bei der sowohl soziokulturelle als auch ökonomische Aspekte berücksichtigt werden. Von August 2024 bis Juni 2025 wurde unter der Leitung von Prof. Dr. Patricia Rahemipour, IfM & Kathrin Grotz, IfM Instituts für Museumsforschung Berlinin Kooperation mit ICG Integrated Consulting Group (ICG) eine Studie zu den ökonomischen Wirkungen der Museumslandschaft in Deutschland durchgeführt. Die Ergebnisse liegen nun vor und sie kann über https://zenodo.org/records/15740537 eingesehen werden.
Die Studie richtet ihren Fokus ausschließlich auf die ökonomischen und touristischen Effekte von Museen und stellt fest: Museen sind wichtige wirtschaftliche Standortfaktoren. Jeder von der öffentlichen Hand in Museen investierte Euro ermöglicht eine Wertschöpfung von 1,70 Euro und trägt dazu bei, dass über touristische Ausgaben weitere 2,40 Euro an Wertschöpfung entstehen
Herzlichen Dank an Frau Karin Wolff - Geschäftsführerin des Kulturfonds Frankfurt RheinMain 2019 - 2025
Februar 2025
Der Kulturfonds Frankfurt RheinMain wurde 2007 gegründet und verfolgt das Ziel, die kulturelle Infrastruktur in der Region zu fördern. Durch das „Matching Fund“-Prinzip wird jeder von den Gesellschaftern eingebrachte Euro durch das Land Hessen verdoppelt. Die Gesellschafter des Kulturfonds sind das Land Hessen, die Landkreise Offenbach, Rheingau-Taunus, Main-Taunus und Hochtaunus sowie die Städte Bad Vilbel, Darmstadt, Hanau, Frankfurt am Main, Oestrich-Winkel, Offenbach am Main und die Landeshauptstadt Wiesbaden.
Nach fünfeinhalb Jahren erfolgreicher Tätigkeit verabschiedet sich Karin Wolff als Geschäftsführerin des Kulturfonds Frankfurt RheinMain in diesem Frühjahr. Sie hat den Kulturfonds mit großem Engagement und Weitblick geleitet und wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit.
Zum 15.03.2025 über gibt sie die Geschäftsführung an Dr. Susanne Völker, eine erfahrene Kulturmanagerin aus Kassel, die über fundierte Expertise verfügt, um die erfolgreiche Arbeit des Kulturfonds fortzusetzen und neue Impulse für die Kultur in der Region Frankfurt RheinMain zu setzen. Ihr Ziel ist es Vielfalt, Qualität und Teilhabe weiterhin zu fördern und die Rahmenbedingungen für ein aktives kulturelles Miteinander zu stärken. Wir freuen uns auf die gute Zusammenarbeit !
Arthur von Weinberg – Plakette der Stadt Frankfurt für langjähriges Vorstandsmitglied Prof. Dr. Hans-Jürgen Hellwig
April 2025
Herr Prof. Dr. Hans-Jürgen Hellwig erhält in Anerkennung seiner besonderen mäzenatischen Verdienste die Arthur von Weinberg – Plakette der Stadt Frankfurt. Wir gratulieren herzlich zur feierlichen Überreichung durch Oberbürgermeister Mike Josef im Frankfurter Römer am 10. April 2025. Die Laudatio hält Oberbürgermeisterin a.D. Petra Roth.
Herzlichen Dank an Prof. Dr. Hans-Jürgen Hellwig - aktive Vorstandstätigkeit für die Kulturinitiative RheinMain (kirm) 1998 - 2024
August 2024
Mit der diesjährigen Mitgliederversammlung am 31. Juli 2024 beendete Prof. Dr. Hans-Jürgen Hellwig seine aktive Vorstandstätigkeit für die Kulturinitiative RheinMain (kirm). Der Jurist war zusammen mit Professor Dr. Herbert Beck, Professor Dr. Jean-Christophe Ammann, Dr. Volker Rattemeyer, Dr. Ina Busch und Michael Hermann Gründungsmitglied der Kulturinitiative und seit 1998 hoch engagiert federführend bei der Gestaltung der Organisation und ihren Aufgaben, die Vernetzung und Sichtbarkeit von Kunst und Kultur in der Rhein-Main-Region zu stärken und damit das kulturelle Selbstbewusstsein zu unterstützen und zu fördern.
Große Aufmerksamkeit und Anerkennung erhielt Prof. Dr. Hans-Jürgen Hellwig für die Stiftung seiner herausragenden Sammlung von Werken des französischen Künstlers Honoré Daumier an den Städelschen Museums-Verein zu dessen 125-jährigem Bestehen und die damit verbundenen Ausstellung Anfang 2024.
Ihm gilt unser größter Dank für ihm für seine langjährige und intensive enge Verbundenheit und Tatkraft - wir wünschen ihm alles Gute!
Sukzessive Erweiterung des Kulturportals: Theater, Spielstätten, Literatur
April 2024
Das Kulturportal für die Metropolregion wächst weiter – Aktuell konnten wir bereits 166 Theater und Spielstätten aufnehmen, der nächste Schritt wird die Aufnahme von Literatur-Einrichtungen sein – Bibliotheken, Literaturhäuser und Bücherschränke werden sukzessive eingepflegt.
Wie immer freuen wir uns über Hinweise, sollten wir eine Einrichtung übersehen haben !
Wiesbaden beschließt Mitgliedschaft in der KulturRegion
Juli 2022
Wir freuen uns sehr, dass die Wiesbadener Stadtverordnetenversammlung am 14.7.2022 den Beitritt in die KulturRegion FrankfurtRheinMain zum 1. Januar 2023 beschlossen hat. Sobald die Mitgliedschaft im Dezember 2022 durch das Gremium der Gesellschafter der KulturRegion offiziell bestätigt ist, schließt sich eine Lücke auf der Landkarte des dann 54 Mitglieder starken interkommunalen Kulturnetzwerks.
„Die vielfältigen Kulturangebote der Landeshauptstadt Wiesbaden werden durch die Programme und Projekte der KulturRegion in der ganzen Metropolregion bekannt gemacht. Gleichzeitig wird die Angebotspalette der KulturRegion durch die kulturellen Schätze und Aktivitäten in Wiesbaden bereichert“, freut sich Gert-Uwe Mende, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Wiesbaden über den Beitrittsbeschluss. Der Wiesbadener Kulturdezernent Axel Imholz ist sich sicher: „Die KulturRegion trägt maßgeblich zur Stärkung des regionalen Kulturprofils der Rhein-Main-Region bei. Die Wiesbadener Kulturlandschaft wird vom vorhandenen Knowhow im Netzwerk profitieren und es mit ihren Beiträgen voranbringen.“
„Eine Mitwirkung von Wiesbaden in der KulturRegion ist zu beiderseitigem Nutzen und Wohle. Unsere wichtigsten Projekte wie die ‚Route der Industriekultur Rhein-Main‛ – an deren Entstehung Wiesbaden von den Anfängen bis 2006 mitwirkte – kann nur mit der Landeshauptstadt in Gänze abgebildet werden. Ebenso schließt sich mit der reichhaltigen Gartenkultur Wiesbadens eine Lücke im beliebten Parkführer ‚Ins Grüne‛, im Programmheft von ‚GartenRheinMain‛ sowie auch mit Beiträgen aus der vielfältigen Ausstellungslandschaft im Museumsheft ‚Museen & Sonderausstellungen‛”, kommentiert Thomas Will, Aufsichtsratsvorsitzender der KulturRegion und Landrat des Kreises Groß-Gerau diese wichtige Entscheidung.
„Wiesbaden ist für uns das wichtigste Bindeglied nördlich des Rheins zwischen Rheingau-Taunus-Kreis und Main-Taunus-Kreis“, ergänzt Sabine von Bebenburg, Geschäftsführerin der KulturRegion, zufrieden. „Mit dem Beitritt geht ein lang gehegter und viele Jahre laut bekundeter Wunsch in Erfüllung, dass die gesamte Metropolregion im Bereich Kultur stärker zusammenwirkt.“
Unter dem Motto „Kultur in der Region – Kultur für die Region“ verfolgt die KulturRegion seit 2005 bundesländerübergreifend die nachhaltige Vernetzung, Bündelung und Vermarktung der Kultur in der Metropolregion FrankfurtRheinMain. Die gemeinnützige Gesellschaft berät lokale und regionale Kulturschaffende und fördert die interkommunale Zusammenarbeit anhand konkreter Projekte wie der „Route der Industriekultur Rhein-Main“, dem Internationalen Kinder- und Jugendtheater-Festival „Starke Stücke“, den
Projekten „GartenRheinMain“ und „Geist der Freiheit – Freiheit des Geistes“ sowie dem Jahresprogramm „Museen & Sonderausstellungen“. Dem Querschnittsthema Kulturelle Bildung widmet sich die gemeinnützige GmbH in der Projektarbeit.
Das Portal ist da!
Dezember 2021
Endlich ist es soweit – das Kulturportal, Herzstück unserer neuen Website, ist online. Dank des Kunstförderprogramms NEUSTART konnten wir die Entwicklung und Einrichtung der Website und des Portals fertigstellen. Ab sofort finden Sie hier Informationen zu Kultureinrichtungen im gesamten Rhein-Main-Gebiet auf einen Blick. Neben aktuellen Links und praktischen Informationen zu den ersten 600 Einrichtungen aus dem musealen Bereich, bietet das Portal die Möglichkeit, einer gezielten Orts-, Themen- oder freien Stichwortsuche. Dadurch haben Sie die Möglichkeit, auf persönliche Art und Weise die vielseitigen Institutionen der Kulturregion Rhein-Main auf einen Klick zu entdecken.
Als Inspiration bieten wir Ihnen thematisch und strategisch kuratierte Kulturrouten, die sich quer durch die Metropolregion erstrecken und ein Potpourri an Entdeckungstouren anbieten. Diese werden nach und nach ausgebaut und erweitert.
Die komplette Website ist dabei als sogenannte "Mobile-Friendly" Version angelegt. Um das Kulturportal und unsere Website zu nutzen, müssen Sie keine App herunterladen. Das Design ist speziell auf die Nutzung mit dem Smartphone ausgerichtet und kann somit als virtueller Reiseführer überallhin mitgenommen werden.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Erkunden unserer vielfältigen Kulturregion Rhein-Main und freuen auf Ihr Feedback!