KOMMZ

KOMMZ

Adresse
Großostheimer Str. 201, 63739 Aschaffenburg
E-Mail
kontakt@kommz.de
Web
Turnus
jährlich, im Sommer
Öffnungszeiten

siehe Website

Eintrittspreise
siehe Website
Sparte
Festivals & Open Air; Musik & Gesang
Kategorie
Festivals; Open Air; Konzerte
Träger
Freundeskreis für Kultur e.V.
Gegründet
1975
Ort
Aschaffenburg
Beschreibung

KOMMZ ist ein Musikfestival, das seit 1975 jährlich im Nilkheimer Park bei Aschaffenburg stattfindet. Der Name leitet sich von „Kommunikationsfest“ und der Einladung „Kommts alle“ ab. Es zählt zu den größten und ältesten Non-Profit-Festivals Deutschlands. Neben dem dreitägigen Musikprogramm gehören Theater, Kabarett, ein umfangreiches Kinderprogramm sowie kostenlose Kurse zum Angebot.

Nach der Wahl des Sozialdemokraten Willi Reiland zum Oberbürgermeister von Aschaffenburg im Jahr 1970 entstand das kommunale Jugendhaus der Stadt, das von Jugendlichen selbstverwaltet werden sollte. Dort wurde 1975 das erste Parkfest (12.–13. Juli) geplant. Angeregt durch den Putsch in Chile 1973 gestaltete das Chilekomitee die kulturellen und politischen Inhalte. Das Stadtjugendamt finanzierte einen Teil der Veranstaltung und stellte den Nilkheimer Park unter Einhaltung gesetzlicher Auflagen zur Verfügung. Aus diesem Parkfest ging die KOMMZ-Gruppe hervor, zunächst betreut durch die Abteilung Jugendpflegemaßnahmen des Stadtjugendamtes.

Auch 1976 und 1977 wurde das KOMMZ unter städtischer Trägerschaft fortgeführt. Nach politischen Querelen schloss die Stadt im Frühjahr 1978 jedoch das kommunale Jugendhaus, entzog der KOMMZ-Gruppe die Finanzierung und lehnte die weitere Durchführung des Festivals ab – trotz bereits laufender Vorbereitungen und abgeschlossener Verträge. Dennoch gelang es einer kleinen Gruppe Engagierter, das vierte KOMMZ unter großen Auflagen von Ordnungsamt und Polizei als erstes freies und unabhängiges Festival zu realisieren.

Im Mittelpunkt des KOMMZ stand und steht Kommunikation und Miteinander statt Konsumorientierung. Kommerzielle Anbieter sind ausgeschlossen. Zugeständnisse gibt es lediglich beim kulturellen Angebot in Form eines hochwertigen Musikprogramms und eines mittlerweile beispielhaften Kinderprogramms. Ein großer Teil der ehrenamtlich erwirtschafteten Einnahmen fließt an soziale Einrichtungen und Hilfsorganisationen.