Forstgarten und Gustavsgarten

Aus der Villa Wertheimber in den Gustavsgarten © Stefan Cop, Frankfurt a. M., 2019
Süntelbuche im Forstgarten © Stefan Cop, Frankfurt a. M., 2019

Forstgarten und Gustavsgarten

Adresse
Forstgarten Elisabethenschneise, Tannenwaldweg 102, 61350 Bad Homburg v. d. H.
E-Mail
gartenlandschaft@bad-homburg.de
Web
Öffnungszeiten

täglich geöffnet

Eintrittspreise
Eintritt frei
Träger
Stadt Bad Homburg v. d. H.
Ort
Hochtaunuskreis
Beschreibung

Der Forstgarten: Von der Baumschule zum romantischen Idyll

Der Forstgarten war weit mehr als eine bloße Baumschule – er war das botanische Herz der Landgräflichen Gartenlandschaft. Ab 1821 wurden hier exotische Gehölze wie Tulpenbäume, Riesenlebensbäume und Azaleen erprobt, bevor sie in die herrschaftlichen Parks gepflanzt wurden. Der Garten vereint auf einzigartige Weise Nutzen und Ästhetik: Die rechteckigen Anzuchtfelder (Kämpen) zeugen von der forstlichen Arbeit, während sich schlängelnde Wege über sechs Brücken zu romantischen Aussichtspunkten winden. Ein rustikales Teehäuschen am Teich rundet die märchenhafte Atmosphäre ab, die 2009 durch eine umfassende Rekonstruktion wiederbelebt wurde.

Der Gustavsgarten: Ein klassisches Juwel der Landschaftskunst

Nur ein Jahr später, 1822, begann die Geschichte des Gustavsgartens. Was als kleine Anlage („Accatium“) begann, gestalteten Prinz Gustav und seine Frau Louise ab 1829 zu einem großzügigen Landschaftspark um.

• Architektonisches Highlight: Das Teehaus in Form eines dorischen Tempels erinnert an Louises Kindheit in Dessau.

• Wandel der Zeit: Ende des 19. Jahrhunderts baute der Bankier Julius Wertheimber hier seine Villa (heute Sitz des Stadtarchivs).

• Erhaltene Pracht: Trotz einer zwischenzeitlichen Nutzung als Klinikgelände blieben die Grundstrukturen und der imposante Baumbestand erhalten.

Seit 2011 ist der Park im Besitz der Stadt und lädt Besucher wieder zu harmonischen Spaziergängen ein.