Osteinscher Niederwald (Rüdesheim)
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Hoch über dem Rhein, wo sich das Tal zum Binger Loch verengt, schuf Graf Karl Maximilian von Ostein ab 1764 ein außergewöhnliches Gartendenkmal. Auf 304 Hektar verwandelte er den herrschaftlichen Wald in einen frühen englischen Landschaftsgarten, in dem Natur und Architektur auf subtile Weise verschmelzen.
Entlang der topografischen Höhenkante inszenierte der Graf eine Folge stimmungsvoller Parkbauten: Während der antikisierende Tempel die liebliche Seite des Rheingaus betont, verstärkt die künstliche Ruine „Rossel“ die dramatische Wirkung der steil abfallenden Felsen. Ein ausgeklügeltes Wegenetz verbindet diese Staffagebauten – darunter die geheimnisvolle Zauberhöhle und das Klippenhaus – mit spektakulären Fernblicken über das Welterbe Oberes Mittelrheintal.
Schon im späten 18. Jahrhundert zog dieser Ort Geistesgrößen wie Goethe und Brentano in seinen Bann. Bis heute fasziniert der Niederwald als ein Ort der Empfindsamkeit, der die Wildheit des Waldes mit der Eleganz herrschaftlicher Gartenkunst vereint.
Siehe auch: https://www.schloesser-hessen.de/de/