Leonhard-Eißnert-Park
Leonhard-Eißnert-Park
täglich geöffnet
Die Entstehung des Waldparks im Jahr 1910 war ein visionäres Sozialprojekt. Auf Initiative des Beigeordneten Leonhard Eißnert wurde ein ehemaliger Wirtschaftswald in einen großzügigen Volkspark verwandelt – auch um Arbeitslosen in den Wintermonaten eine sinnstiftende Beschäftigung zu bieten. 1913 eröffnete der erste, von Gartenbaudirektor Ferdinand Tutenberg entworfene Abschnitt.
Das Konzept war modern: Heimische Gehölze und schattige Waldpartien sollten den Stadtbewohnern die Natur näherbringen, während weitläufige Wiesenflächen explizit zum Spielen und Verweilen freigegeben wurden. Nach dem Ersten Weltkrieg, in dem die Wiesen zeitweise als Kartoffelfelder zur Versorgung der Bevölkerung dienten, wurde die Anlage 1920 fertiggestellt. Ein markantes Wahrzeichen kam 1926 hinzu: der von Hugo Eberhardt entworfene Rundtempel als Ehrenmal.
Im Jahr 1960 erhielt der Park seinen heutigen Namen und wurde um beliebte Attraktionen wie ein Wassersprühfeld und einen Verkehrsübungsplatz erweitert. Heute ergänzen ein Kletterwald und eine Skateranlage das Angebot und machen den Park zu einem idealen Ort für „Ferien in der Stadt“.