Kleiner Tannenwald Bad Homburg
Kleiner Tannenwald Bad Homburg
täglich geöffnet
Bereits im 17. Jahrhundert pflanzte Landgraf Friedrich I. seltene Nadelbäume in das „Platzenberger Wäldchen“ – eine solche Rarität, dass sie der Anlage ihren heutigen Namen gaben. In den 1770er-Jahren verwandelten Landgraf Friedrich V. Ludwig und Karoline den Ort in einen prachtvollen barocken Lustwald. Mit regelmäßigen Beeten, schattigen Laubengängen und einer zentralen Allee schufen sie eine Sichtachse auf den Teich, in dessen Wasser sich bis heute eine weiße Kolonnade spiegelt.
Später prägte Landgräfin Elizabeth (1770–1840) den Park nachhaltig:
• Romantische Akzente: Sie ergänzte den Park um ein Rasenrondell, einen Rosentempel und Gedenkurnen.
• Ornamental Farm: Nach englischem Vorbild integrierte sie eine dekorative Meierei mit Vieh- und Milchwirtschaft.
Nachdem das Areal im 20. Jahrhundert fast bis zur Unkenntlichkeit verwildert war, retteten bürgerschaftliches Engagement und der Ankauf durch die Stadt Bad Homburg im Jahr 2002 dieses Kleinod. Heute erstrahlt der Kleine Tannenwald wieder im Zustand von 1866 und lädt Besucher ein, die idyllische Atmosphäre der Landgrafenzeit neu zu erleben.